Der Garten der Bauern

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Unberührte Natur findet man im Pielachtal kaum. Und gerade das macht den Reiz für den Betrachter aus. Ohne gestaltende Eingriffe der Menschen wäre das Pielachtal heute noch eine durchgängige Waldfläche, von den Alpen bis zur Donau.
Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch
Die Arbeit der Bauern hat das Pielachtal nach und nach in eine malerische Kulturlandschaft verwandelt. Heute wirkt das Land wie ein Gemälde in leuchtenden Grüntönen, mit faszinierenden Musterungen und Farbtupfen. Viehweiden und blütenreiche Mähwiesen wechseln mit Streuobstwiesen, Wäldern und Heckensäumen. Strauchzeilen und Zäune trennen und umrahmen die einzelnen Puzzlesteine. Kleine Gehölzinseln, Baumgruppen und einzeln stehende Bäume, Marterln, Gehöfte und Dörfer ziehen den Blick auf sich. Dazwischen weiden Rinder und Schafe.
Wertvolle Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere
Die „Gärten der Pielachtaler Bauern“ sind nicht nur eine Wohltat für die Sinne der Menschen. Gerade die Abwechslung und die vielen Übergänge zwischen Wäldern, Wiesen und Feldern bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren wertvolle Lebensräume.
In vielen anderen Regionen wurden durch die Industrialisierung der Landwirtschaft Flächen zusammengelegt. Wiesen, Hecken und Streuobstbäume verschwanden. Im Pielachtal ging man – mit großem Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur – einen anderen Weg: Man versuchte, die Schätze der Natur bestmöglich zu nutzen und auf lange Sicht zu erhalten. Sträucher und Bäume, die Wildfrüchte trugen, gehörten selbstverständlich dazu und auch die Wildkräuter.
Kuh, Schaf & Wild - Feines aus der Landschaft
Saftig grüne Wiesen sind für Menschen vor allem etwas Schönes fürs Auge. Dieser Umstand alleine würde den Aufwand für die Pflege derselben aber wohl kaum rechtfertigen. Einzig den pflanzenfressenden Nutztieren wie Rind, Schaf und Pferd haben wir es zu verdanken, dass die Bauern in ihren „Gärten“ Gras und Heu ernten.
Noch heute gibt es eine Reihe von Pferdehöfen im Pielachtal. Während die Pferde früher als Arbeitstiere gehalten wurden, steht jetzt der Reitsport im Vordergrund, insbesondere das Wanderreiten.
Pielachtaler Milch & Schofkas
Viele der Pielachtaler Bauern sind Milchbauern. Vorwiegend halten sie Kühe, auch einige Schafbauern sind aktiv. Die Milch der Schafe wird zum typischen Pielachtaler Schafskäse verarbeitet. Dieser Frischkäse in Rollenform hat eine glatte Oberfläche, schmeckt mild, sehr dezent nach Schafsmilch, mit leichter, erfrischender Säure. Der „Schofkas“ gehört zu einer typischen Pielachtaler Jause, er passt hervorragend zu Most und wird auch gern in Salaten verwendet.
Meist isst man „Schofkas“ auf einem guten Stück Bauernbrot mit Butter, einer ordentlichen Schicht Schnittlauch, Salz und Pfeffer. Natürlich lässt er sich auch in der Küche wunderbar verarbeiten. Beispielsweise zu Schafskäseterrine mit Zwetschkenkonfit oder zu gebackenem Schafskäse im Most-Zimt-Backteig.








