Ein kurzes Porträt

Österreichs längste Schmalspurbahn

Familie wartet auf die Mariazellerbahn
(c) weinfranz.at

Mariazell ist seit Jahrhunderten ein bedeutender Wallfahrtsort. Eine der meist begangenen Strecken dorthin führt durch das Pielachtal. Um den Pilgern den Weg zu erleichtern, baute man vor 100 Jahren die Mariazellerbahn. Sie ist bis heute Nahverkehrsmittel, Wander- und Pilgerbahn.

Seit über 100 Jahren fährt die Mariazellerbahn auf schmaler Spur von St. Pölten nach Mariazell. Ideal für Genusswanderer und Pilger, denn mit der Bahn lassen sich Wegstrecken bequem abkürzen. Darüber hinaus ermöglicht es die Mariazellerbahn Besuchern, innerhalb des Tales auf sanfte Weise mobil zu sein und auch umweltschonend anzureisen. Diese Aspekte stellt die alpenweiten Initiative „Access2Mountain“ in den Mittelpunkt. Im Rahmen dieser Initiative engagiert sich das Pielachtal dafür, die sanfte Mobilität im Tal zu verbessern.

Ein Meisterwerk

Die Mariazellerbahn ist ein Pionierwerk österreichischer Bahnbau-Kunst, mit höchst spektakulärer Bergstrecke, Steigungen bis 27 Promille, zwei 180-Grad-Kehren und meisterlich angelegten Tunnels, Brücken und Viadukten. Fahrgäste genießen einzigartige Ausblicke. Zum Beispiel auf die „Zinken“, eine 100 Meter tiefe Schlucht mit markanten Felsgebilden.

Zu bestimmten Terminen fährt die Bahn „unter Dampf“ und mit besonderen Waggons. Ein Schmuckstück ist die sorgsam renovierte Dampflok Mh.6, die ihren Heimatbahnhof im Heizhaus Ober-Grafendorf hat.

Für die Zukunft

Wie viele andere Nebenbahnen in Österreich war auch die Mariazellerbahn von der Einstellung bedroht. Dank des Einsatzes der Pielachtaler und der Unterstützung des Landes Niederösterreich ist die Zukunft der Bahn gesichert. Seit 2011 wird sie von der NOEVOG (Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft m.b.H.) betrieben. In neue Zugsgarnituren und ein verbessertes Angebot wurden 117 Millionen Euro investiert.

Zahlen & Daten


Schienenbreite: 760 mm (so genannte bosnische Spurweite)

Streckenlänge: 85 km (2,5 Stunden Fahrtdauer)

Tunnels: 21

Brücken, Viadukte: über 50

Höhendifferenz: 620 m

größte Steigung: 27 Promille

Betrieb: täglich

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Foto:Weinfranz

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