Im Tal der Pilger |
Einer der schönsten und kulturell interessantesten Pilgerwege im Mostviertel führt durchs Pielachtal, die Heimat des berühmten österreichischen Kardinals DDr. Franz König. Auch heute noch pilgern viele Menschen durchs Pielachtal und finden Gefallen an besinnlicher Ruhe und Muße. |
Im Pielachtal hat das Pilgern seit Jahrhunderten einen großen Stellenwert. Die Andreaskirche, das Schwabeckkreuz, die Hölzerne Kirche und Annaberg sind viel besuchte Wallfahrtsorte. Bevorzugtes Ziel und Königin unter den Wallfahrtsorten ist Mariazell. Das Gnadenbild der Gottesmutter mit dem Kind auf dem Arm in der Mariazeller Basilika ist weit über Österreichs Grenzen hinaus bekannt. Einige Orte erinnern auch an Kardinal DDr. Franz König, der im Pielachtal aufwuchs und seiner Heimat stets eng verbunden war. Pielachtaler Pilgerweg Viele Wege führen nach Mariazell. Besonders reizvoll ist der 90 km lange Pilgerweg durchs Pielachtal, mit der Landeshauptstadt St. Pölten als Ausgangspunkt und der Mariazellerbahn als Wegbegleiterin über weite Strecken. Zu bestimmten Terminen werden auch geführte Pilgerwanderungen angeboten. |
Etappe 1: St. Pölten – Kirchberg (39 km) Der Weg beginnt bei der Maria Lourdes Kirche in St. Pölten und führt über den Städtischen Friedhof und den Stadtwald zum Alpenbahnhof. Von hier verläuft die Route auf dem Mariazeller Bahnwanderweg auf Feldwegen, durch Naherholungsgebiete, über die neue Pielach-Brücke nach Ebersdorf und vorbei an Klangen. In der Gemeinde Weinburg zweigt die Strecke rechts nach dem Amtshaus ab, an der Dorfkirche vorbei gelangt man zur Lourdes Waldkapelle, die in den letzten Jahren ebenfalls zu einem beliebten Wallfahrtsziel geworden ist. Auf dem Pielachtaler Rundwanderweg Nr. 652 geht es weiter zur Kirche von Grünau, auf dem Pielachtal-Radweg bis Mainburg, dann bergauf auf dem Wanderweg 4/1 durch den Lustwald nach Rabenstein. Ein Abstecher zur spätgotischen Rabensteiner Pfarrkirche lohnt sich, es ist die Taufkirche von Kardinal DDr. Franz König. Beim Kaiserpark zweigt der Weg rechts ab, wenig später biegt man links ab und geht über einen stark ansteigenden Weg weiter über einen Forstweg und auf einem Höhenrücken nach Warth. Von hier geht es auf dem „Kardinal König-Weg“ und vorbei an dessen Geburtshaus weiter entlang der Pielach. Auf einer Anhöhe sieht man auf der linken Seite die turmlose Andreaskirche. Wenig später erreicht man Kirchberg. |
Etappe 2: Kirchberg – Annaberg (28 km) Im Zentrum von Kirchberg quert der Weg die Pielach und begleitet den Fluss bis Dobersnigg. Von hier geht es linkerhand auf der Landesstraße durch Loich. Kurz vor dem Gasthof Hammerlmühle zweigt rechts der Wanderweg 6/3 ab, der später in den Pielachtaler Rundwanderweg Nr. 652 mündet. Auf diesem geht man bis Schwarzenbach und erreicht auf dem Wanderweg 7/6 die Hölzerne Kirche. Nach diesem beliebten Rast- und Andachtsort geht es weiter bergauf. Der Weg führt über eine Alm, nach Süden hinab ins Lassingbachtal und in den Wallfahrtsort Annaberg. |
Etappe 3: Annaberg – Mariazell (23 km) Von Annaberg folgt man der Wanderroute 37 hinauf auf den Sabel, nach Fadental und linkerhand zum Hubertussee mit der romantischen Bruder Klaus Kirche. Weiter geht es durch das Walstertal und auf den Habertheuersattel. Dort zweigt man auf den Fernwanderweg 06 ab, der zum Sebastiani Rosenkranzweg und direkt zur Basilika nach Mariazell führt. Gesamtlänge: 90 km Markierung: gelb-rote Tafeln bzw. gelbe Pfeile Einkehrmöglichkeiten: zahlreiche Gasthöfe in allen Gemeinden entlang des Weges |
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Gemeinsam wallfahren Zu bestimmten Terminen finden begleitete Pilger-Touren von St. Pölten nach Mariazell statt. Mehr dazu finden Sie hier. |
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