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Fruchtige Dirndln |
Die Kornelkirsche – lateinisch „Cornus mas“, pielachtalerisch „Dirndl“ – wächst auf etwa 6 bis 8 Meter hohen Sträuchern, die Wärme, sonnige Standorte und kalkhaltigen Boden lieben. Das Gehölz der „Olive des Nordens“ wird über 100 Jahre alt, manchen Berichten zufolge sogar bis zu 250 Jahre. |
Der Strauch fällt vor allem im März/April auf, wenn er als erster blüht, goldgelb und honigduftend. Besondere Beachtung findet er dann im Spätsommer bis Herbst, wenn die roten Dirndln heranreifen. Rund ums Jahr finden Veranstaltungen im Zeichen der Dirndln statt: vom Dirndlkirtag bis zu Dirndlwanderungen. Steinobst, aber keine Kirsche Botanisch hat die Kornelkirsche nichts mit einer Kirsche zu tun. Sie ist wohl eine Steinfrucht, zählt aber zu den Cornales, den Hartriegelgewächsen. Die Kirsche hingegen gehört – wie die meisten Obstbäume und -sträucher – zur Familie der Rosengewächse, den Rosales. Holz und Frucht Bekannt waren die Dirndln bereits bei den alten Griechen. Auch sie legten die unreifen Früchte sauer ein. Die Rinde verwendeten sie zum Färben und Gerben. Das Holz, das aufgrund des langsamen Wachstums sehr hart ist, wurde für Speere und Lanzen genutzt, später auch für Werkzeugstiele. Interessantes Detail am Rande: Das Holz ist so schwer, dass es im Wasser nicht schwimmt, sondern sinkt. Hildegard von Bingen machte vor mehr als 800 Jahren auf die Heilkraft der Kornelkirschen aufmerksam. Heute werden die Vitamin-C-reichen Früchte vor allem wegen ihres angenehm süß-sauren Geschmacks und ihrer Verarbeitungsvielfalt geschätzt. Süß und sauer Zu schmecken sind die Dirndln natürlich auch: Aus den süß-sauer schmeckenden Früchten stellen die Pielachtaler allerlei Köstlichkeiten her: Säfte, Marmeladen, Edelbrände, Schokolade und Torten oder würzig eingelegte „Pielachtaler Oliven“. |
















